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	<description>Gedanken, Fotografien und Notizen aus dem Alltag</description>
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		<title>Verlorene Vorbilder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 13:06:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">Früher fühlte sich das Internet wie ein riesiges, buntes Wohnzimmer  und sehr aufregend an. Ein Ort, an dem ich Menschen traf, die genau so tickten wie ich. Als nerdigeres Mädchen aus einer Kleinstadt war es ein tolles Erlebnis, dass da draußen noch mehr sind, wie ich. Mit ähnlichen Interessen. Menschen, von denen ich noch lernen konnte und von denen ich nicht wie ein Fremdkörper beäugt wurde. Haben Blogs erstellt, unser Leben gezeigt und Erlebnisse geteilt. Wir sind zusammen groß geworden und haben die ersten Gehversuche auf Social Media gemacht, als Instagram noch wie ein echtes Fototagebuch war. Diese Frauen im Netz waren meine Vorbilder. Sie waren unabhängig, kreativ und schienen die Welt mit ähnlichen Augen zu sehen. Doch irgendwann passierte es: Eine nach der anderen wurde schwanger.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-rc_a43c74968d31caff-41">Plötzlich verschob sich der Fokus. Aus ästhetischen Fotos und einem Alltag, mit dem ich mich identifizieren konnte, wurden Babypartys, Meilensteinkarten und Elternsorgen. Ich verstehe das natürlich. Das Leben verändert sich. Trotzdem fühlte es sich für mich an, als hätte ich meine Wegweiser verloren. Es ist, als wären alle erfolgreichen Frauen im Netz irgendwann biologisch „gleichgeschaltet“, sobald ein Kind da ist. Das Individuelle, das mich früher so fasziniert hat, verschwand für mich zunehmend in einem Einheitsbrei.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-rc_a43c74968d31caff-43">Das Gleiche beobachte ich in meinem privaten Umfeld. Wenn ich mich heute mit Freundinnen treffe, gibt es wesentlich weniger echte Erwachsenengespräche, weil sich vieles nur noch um die Kinder dreht. Es ist schmerzhaft, zuzusehen, wie Freundschaften leise wegbrechen, weil die Lebenswelten nicht mehr zusammenpassen. Ich sitze dann oft in meinem Arbeitszimmer, in dem immer noch diese Umzugskartons stehen, die mich mahnend an alles Unfertige erinnern, trinke meinen Kaffee und frage mich, wo sie geblieben sind: die Menschen, die einfach nur sie selbst sind. Diejenigen, die sich weder über ihre Rolle als Elternteil noch über eine künstliche Instagram-Performance definieren und allen digitales Nomadentum aufoktroyieren, um vermeintlich glücklich zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-rc_a43c74968d31caff-43">Denn das ist dann die andere Seite der Medaille: Diese ständige, laute Selbstoptimierung. Aus den kreativen Tagebüchern von früher wurden Ratgeber-Kanäle für angehende Unternehmer:innen. Überall wird mir erklärt, wie ich noch effizienter arbeite, noch freier lebe und noch mehr aus mir heraushole. Die Nahbarkeit ist einer glatten Performance gewichen. Mir fehlen die Menschen, die einfach nur von ihrem Alltag erzählen, ohne mir gleichzeitig ein Coaching oder ein neues Lebensmodell verkaufen zu wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man nicht gerade Windeln wechselt, soll man bitteschön die Welt bereisen, passives Einkommen generieren und sein Leben als „Digital Nomad“ perfekt inszenieren. Als gäbe es kein Dazwischen mehr. Als wäre ein Leben, das auf Beständigkeit, einem festen Schreibtisch und einem Feierabend im eigenen Garten fußt, nicht mehr „genug“. Aber ich will gar nicht zwingend weg. Ich will eigentlich nur ankommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft wird mein 9-to-5 Job mitleidig belächelt, dabei ist er für mich das genaue Gegenteil von Enge. Er ist der Anker, der mir erst die Ruhe schenkt, am Feierabend einfach nur ich zu sein, ohne mein gesamtes Leben vermarkten zu müssen. Ich passe in keine dieser modernen Schubladen. Ich kann mich nicht mit den Accounts identifizieren, deren Universum nur noch um den Nachwuchs kreist, aber ich finde mich auch nicht bei denen wieder, die ihre Kinderlosigkeit zum lautstarken Manifest erheben. Ich suche nicht nach der nächsten Rebellion, sondern nach einer leisen Normalität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist das die eigentliche Herausforderung: Vorbilder zu finden, die zeigen, dass ein „einfaches“ Leben wertvoll ist. Dass man keine Weltreise und keine Elternschaft braucht, um eine Geschichte zu erzählen. Es ist okay, dass mein Alltag aus der Arbeit im Homeoffice, dem Gärtnern auf meiner Dachterrasse und dem Lesen besteht. Wenn ich meine Kamera in die Hand nehme oder beobachte, wie die neuen Pflanzen (naturnah, insektenfreundlich!) auf meinem Balkon langsam wachsen, spüre ich dieses Glück im Kleinen. Es ist ein unspektakuläres Leben, ja, aber es ist meines. Und dieser Raum zwischen den Extremen, so einsam er sich manchmal anfühlt, ist genau der Ort, an dem ich endlich aufatmen kann.</p>
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		<title>Warum ich wieder verlernen will, wie man „richtig“ fotografiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich erinnere mich noch ziemlich genau daran, wie es angefangen hat. Ich habe mir eine Kamera gekauft, ohne großen Plan, ohne viel Recherche, ohne endlose Vergleichstabellen oder YouTube-Videos. Es war eine Herzenssache. Und ich wollte einfach rausgehen und fotografieren. Ich... <p><a class="more-link" href="https://melanie.fyi/2026/warum-ich-wieder-verlernen-will-wie-man-richtig-fotografiert/"> Weiterlesen</a></p>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph" id="p-rc_9e73a6c9d486418a-384">Ich erinnere mich noch ziemlich genau daran, wie es angefangen hat. Ich habe mir eine Kamera gekauft, ohne großen Plan, ohne viel Recherche, ohne endlose Vergleichstabellen oder YouTube-Videos. Es war eine Herzenssache. Und ich wollte einfach rausgehen und fotografieren.</p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a13f98c330ea&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a13f98c330ea" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" data-attachment-id="225" data-permalink="https://melanie.fyi/2026/warum-ich-wieder-verlernen-will-wie-man-richtig-fotografiert/olympus-digital-camera-4/" data-orig-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20260422-P4226723.jpg?fit=1920%2C1280&amp;ssl=1" data-orig-size="1920,1280" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;6.3&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;E-M1MarkII&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;OLYMPUS DIGITAL CAMERA&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1776887620&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Melanie Joos&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;25&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0025&quot;,&quot;title&quot;:&quot;OLYMPUS DIGITAL CAMERA&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;OLYMPUS DIGITAL CAMERA&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Ich bin losgezogen, oft ohne Ziel. Ich war mit Leuten unterwegs, wir saßen in der Stadt und haben einfach geknipst, was uns vor die Linse kam. Wir haben spontan Objektive getauscht, hatten Spaß und waren einfach im Moment. Ich habe Dinge fotografiert, die mir ins Auge gefallen sind: Licht, das irgendwo schön fiel. Strukturen. Kleine Details am Straßenrand oder in Parks. Situationen, die vielleicht für niemanden sonst besonders gewesen wären, aber für mich in diesem Moment alles bedeuteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe nicht lange überlegt. Ich habe einfach ausgelöst.</p>



<span id="more-219"></span>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-rc_9e73a6c9d486418a-385">Und genauso unkompliziert war auch das, was danach kam. Ich habe Bilder gezeigt. Viele Bilder. <em>(DeviantPhoto damals übrigens, kennt das noch irgendjemand?) </em>Nicht kuratiert, nicht perfekt ausgewählt, nicht durchoptimiert. Einfach das, was mir gefallen hat. Ohne Schranke im Kopf und ohne das Gefühl, dass es „gut genug“ sein muss. Rückblickend war das wahrscheinlich die freieste Art zu fotografieren, die ich je hatte.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Wann hat sich das eigentlich verändert?</h3>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-rc_9e73a6c9d486418a-386">Irgendwann hat sich etwas verschoben. Nicht plötzlich, sondern schleichend. Ich habe angefangen, mehr über Fotografie zu lesen. Mehr zu schauen, was andere machen. Mich mehr zu vergleichen<sup></sup>. Mehr zu verstehen, was technisch möglich ist – und was vermeintlich „besser“ wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit kam dieser eine, schleichende Gedanke: <em>Vielleicht geht da noch mehr.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Was erst harmlos klang, hat alles verändert. Aus dem einfachen „Ich gehe raus“ wurde ein innerer Prozess voller Fragen. Brauche ich dafür nicht eigentlich ein anderes Objektiv? Ist meine Kamera überhaupt gut genug? Brauche ich ein Modell mit schnellerem Fokus, damit es wieder mehr Spaß macht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Plötzlich war da diese kleine Hürde im Kopf, die es früher nicht gab und die jetzt, da ich Erwachsenengeld verdiene, einfacher zu bewerkstelligen sind. Ich habe mir ein neues Objektiv gekauft, dann wieder eine neue Kamera. Und jetzt ertappe ich mich dabei, wie ich schon über das nächste Upgrade nachdenke, obwohl ich die Kameras <em>(ja, richtig gelesen, Mehrzahl!)</em>, die hier vor mir liegen, noch nicht einmal im Detail begriffen habe. Ich kann sie nicht im Schlaf bedienen, nutze kaum alle Features aus – und doch schiele ich nach dem nächsten „Besser“.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn Denken das Machen ersetzt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich daran fast am meisten irritiert: Ich bin genau in das reingerutscht, was mich früher immer an „Fotoleuten“ gestört hat. Diese endlosen Gespräche über Technik und das nächste Equipment, das man angeblich braucht, um „wirklich gute Fotos“ zu machen. Und während wir reden, sieht man immer weniger Bilder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird verglichen, analysiert, optimiert – aber nicht mehr einfach gemacht. Ich bin selbst Teil davon geworden. Ich verbringe mehr Zeit damit, darüber nachzudenken, wie ich fotografieren <em>sollte</em>, als tatsächlich den Auslöser zu drücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eigentlich absurd. Denn das, was mich ursprünglich begeistert hat, war nie die Technik. Es war dieses Gefühl, einen Moment festzuhalten. Etwas zu sehen, was sonst vielleicht untergeht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die unsichtbare Blockade</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a13f98c34688&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a13f98c34688" class="alignright size-large is-resized wp-lightbox-container"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-attachment-id="226" data-permalink="https://melanie.fyi/2026/warum-ich-wieder-verlernen-will-wie-man-richtig-fotografiert/olympus-digital-camera-5/" data-orig-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20260422-P4226764.jpg?fit=1280%2C1920&amp;ssl=1" data-orig-size="1280,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;3.5&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;E-M1MarkII&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;OLYMPUS DIGITAL CAMERA&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1776888472&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Melanie Joos&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;20&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0005&quot;,&quot;title&quot;:&quot;OLYMPUS DIGITAL CAMERA&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;OLYMPUS DIGITAL CAMERA&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Das Schwierige ist: Diese Veränderung fühlt sich nicht sofort falsch an. Sie tarnt sich als Entwicklung. Als der Wunsch, „besser zu werden“. Aber irgendwann kippt es. Aus Neugier wird Druck. Aus Inspiration wird Vergleich. Und aus Leichtigkeit wird eine Erwartungshaltung, die mich lähmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-rc_9e73a6c9d486418a-387">Ich habe angefangen, meine Bilder kritisch zu hinterfragen, bevor ich sie überhaupt gemacht habe. Habe Motive ignoriert, weil sie nicht „besonders“ genug schienen. Habe die Kamera bei meinen Spaziergängen mit Yaska oft gar nicht erst hochgehoben, weil ich dachte, das Licht oder die Technik reichten gerade nicht aus<sup></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesen Momenten merke ich: Ich bin ziemlich weit weg von dem, was Fotografie für mich einmal war.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zurück zu dem, was wirklich zählt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In letzter Zeit versuche ich, wieder näher an dieses Gefühl von früher zu kommen. Nicht, indem ich alles exakt so mache wie damals – sondern indem ich mir bewusst erlaube, wieder einfacher zu denken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weniger Equipment-Fragen. Weniger Perfektion. Weniger Bewertung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was so einfach klingt, ist ganz schön schwer.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-rc_9e73a6c9d486418a-388">Aber ich möchte wieder mehr von dem, was mich ursprünglich dazu gebracht hat, anzufangen: Rausgehen. Sehen. Festhalten. Ohne zu wissen, ob es „gut“ ist. Ohne Plan, ob es jemandem gefällt. Ohne den Anspruch, dass jedes Bild eine Bedeutung für die Welt haben muss, solange es eine Bedeutung für mich hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-rc_9e73a6c9d486418a-389">Vielleicht geht es gar nicht darum, bessere Fotos zu machen. Sondern ehrlichere. Weniger beeindruckend, weniger perfekt, aber näher dran an dem, was ich wirklich sehe und empfinde<sup></sup><sup></sup><sup></sup><sup></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte die Art von Fotografie zurück, über die man nicht viel spricht. Sondern die, die man einfach macht.</p>
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		<title>Raus aus der Stadt, rein ins Leben – Ein Gegenentwurf zu dem, was alle wollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 10:02:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war keine dieser spontanen Entscheidungen, die man an einem Abend trifft und am nächsten Morgen schon wieder hinterfragt. Eher eine, die sich leise angeschlichen hat. Über Wochen, vielleicht Monate. Ein Gedanke, der immer wiederkam, sich festsetzte und irgendwann nicht... <p><a class="more-link" href="https://melanie.fyi/2026/stadtrand/"> Weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Es war keine dieser spontanen Entscheidungen, die man an einem Abend trifft und am nächsten Morgen schon wieder hinterfragt. Eher eine, die sich leise angeschlichen hat. Über Wochen, vielleicht Monate. Ein Gedanke, der immer wiederkam, sich festsetzte und irgendwann nicht mehr ignorieren ließ: <em>Will ich eigentlich noch so leben wie bisher?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Umzug aus der Innenstadt an den Stadtrand war am Ende nicht nur ein Ortswechsel. Er war eine Antwort. Auf Fragen, die ich mir lange nicht gestellt hatte – und vielleicht auch nicht stellen wollte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn das Leben leiser fragt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, irgendwann kommt dieser Punkt. Nicht laut, nicht dramatisch, sondern eher wie ein leises Ziehen im Hintergrund. Dieses Innehalten. Dieses Zurückblicken. Laut einer Statistik befinden sich aktuell etwa 36 % der Deutschen in der sogenannten Lebensmitte – also zwischen 35 und 59 Jahren. Eine Zahl, die plötzlich gar nicht mehr so abstrakt wirkt, wenn man merkt: <em>Ich bin mittendrin.</em></p>



<span id="more-42"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Und mit dieser Phase kommen Fragen. Ganz automatisch.<br>Habe ich erreicht, was ich mir einmal vorgenommen habe?<br>Macht mich das, was ich tue, wirklich glücklich?<br>Was ist vielleicht auf der Strecke geblieben?<br>Und was will ich mir noch erfüllen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist keine Krise im klassischen Sinne. Eher eine Art Bilanz. Ein Zwischenstand. Und manchmal auch ein vorsichtiges Neujustieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich daran überrascht hat: Diese Lebensphase fühlt sich weniger dramatisch an, als man annehmen könnte. Für mich war früher alles ab 30 uralt und das Leben damit eigentlich eh schon vorbei. Jetzt bin ich 40 und ich merke eher, wie vieles endlich zusammenkommt und Sinn ergibt. Erfahrungen, Erkenntnisse, Erlebnisse und mittlerweile damit einhergehend ein besseres Gefühl für mich selbst. Ich weiß genauer, was ich will, und was vielleicht noch wichtiger ist: was ich nicht mehr will. Und ich nehme mich selbst nicht mehr ganz so ernst wie früher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig liegt darin auch etwas Herausforderndes. Denn jede Veränderung bringt eine Art Wachstumsschmerz mit sich. Alte Rollen, alte Gewohnheiten – sie passen plötzlich nicht mehr so richtig, aber das Neue ist noch nicht ganz greifbar. Es ist ein Dazwischen. Und dieses Dazwischen kann sich manchmal ziemlich unsicher anfühlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Abschied von einem Lebensgefühl</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung, die Innenstadt zu verlassen, hatte viel mit genau diesem Dazwischen zu tun. Lange Zeit war das Stadtleben für mich genau richtig. Die Nähe, die Möglichkeiten, dieses Gefühl, mittendrin zu sein. Alle beneideten mich um meine zentral gelegene und wunderschöne Wohnung. Alles war erreichbar, alles war in Bewegung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann kam Corona.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lockdown hat vieles verändert. Nicht nur im Außen, sondern auch im Innen. Plötzlich war all das, was die Stadt ausgemacht hat, nicht mehr zugänglich. Cafés geschlossen, Restaurants leer, keine Veranstaltungen, kein spontanes „Lass uns noch schnell …“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was blieb, war die Wohnung. Und die unmittelbare Umgebung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und während die Stadt still wurde, habe ich etwas anderes entdeckt: wie gut sich diese Ruhe anfühlen kann. Wie entlastend es ist, nicht ständig Reize zu haben. Wie viel Raum plötzlich entsteht, wenn weniger passiert.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="3888" height="5184" data-attachment-id="159" data-permalink="https://melanie.fyi/2026/mein-leben-ist-langweilig/20250820-p8200128-2/" data-orig-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250820-P8200128-2.jpg?fit=3888%2C5184&amp;ssl=1" data-orig-size="3888,5184" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;OM-5MarkII&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1755713687&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;40&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;640&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.00625&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="20250820-P8200128-2" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250820-P8200128-2.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250820-P8200128-2.jpg?resize=3888%2C5184&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-159" style="width:379px;height:auto"/></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die Natur war plötzlich nicht mehr nice-to-have, sondern das, was geblieben ist. Spaziergänge wurden zu kleinen Ankern im Alltag. Frische Luft, Weite, Grün. Dinge, die vorher oft nur eine Nebenrolle gespielt haben, wurden auf einmal zentral.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann hat sich etwas verschoben und ich habe angefangen, meinen Blick und meine Prioritäten zu verändern. Nicht nur auf das, was fehlt, sondern auch auf das, was da ist. Vielleicht sogar besser geworden ist. Weniger Optionen bedeuteten plötzlich nicht weniger Leben, sondern mehr Klarheit. Mehr bei mir sein. Mehr bewusst wahrnehmen, was mir wirklich guttut. Ich habe in dieser Phase festgestellt, wie gut mir die Ruhe tut. Wie gut es mir tut, für mich zu sein. Ohne Termine. Ohne Verbindlichkeiten. Ohne den sozialen Druck, was erleben zu müssen. Ohne den Vergleich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Entscheidung, die nicht alle verstehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als wir dann tatsächlich entschieden haben, an den Stadtrand zu ziehen, war das für mich ein großer Schritt, vor allem emotional.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und natürlich kamen auch die Reaktionen von außen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Das ist ja gar nicht mehr richtig Hamburg.“<br>„Süderelbe? Puh… das ist schon weit draußen.“<br>„Wird euch das nicht zu langweilig?“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sätze waren vermutlich nie böse gemeint, aber sie haben etwas in mir ausgelöst. Dieses kurze Innehalten. Dieses Hinterfragen: <em>Machen wir hier gerade einen Fehler?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist erstaunlich, wie sehr die Meinungen anderer Einfluss haben können – selbst dann, wenn man eigentlich spürt, dass sich etwas richtig anfühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber: Die Entscheidung musste sich <em>für mich</em> richtig anfühlen. Nicht für andere. Ich darf mein eigenes Leben und meine eigenen Entscheidungen treffen, die nicht der Masse entsprechen, die sich andere für sich vielleicht gar nicht vorstellen können. Weil sie andere Prioritäten, andere Bedürfnisse haben. Doch am Ende bin ich diejenige, die in diesem Alltag lebt. Die morgens aufwacht, aus dem Fenster schaut, ihre Tage dort verbringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also habe ich angefangen, mir eine andere Frage zu stellen. Nicht: <em>Was erwarten andere?</em> Sondern: <em>Was tut mir gut?</em> Und vielleicht noch eine zweite: <em>Was gewinne ich eigentlich dazu?</em> Denn so oft schauen wir bei Veränderungen zuerst auf das, was wir verlieren könnten. Auf das, was wegfällt. Auf das, was nicht mehr da ist. Aber Verzicht heißt nicht immer gleich Verlust. Manchmal ist es einfach eine Verschiebung. Ein Tausch. Und oft einer, der sich erst auf den zweiten Blick wirklich zeigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Leben mit mehr Raum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Umzug selbst war so nervtötend wie unspektakulär. Kisten, Chaos, dieses typische Gefühl von „noch nicht angekommen“. Aber was danach kam, war leise und genau darin lag seine Kraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Plötzlich war da mehr Raum. Nicht nur physisch, sondern auch mental.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="211" data-permalink="https://melanie.fyi/2026/stadtrand/20250110-p1100593/" data-orig-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250110-P1100593-scaled.jpg?fit=1920%2C2560&amp;ssl=1" data-orig-size="1920,2560" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;E-M5MarkIII&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1736528761&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Melanie Joos&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;40&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.008&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="20250110-P1100593" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250110-P1100593-scaled.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250110-P1100593.jpg?ssl=1" alt="" class="wp-image-211" style="width:347px;height:auto"/></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Mehr Himmel. Mehr Natur. Mehr Stille. Mehr Naturgeräusche. Statt gestresster Großstädter, Bau- und Straßenlärm war da Wind, Vogelgezwitscher und das leise Summen von Insekten jeglicher Art. Die Tage fühlten sich anders an. Entschleunigter. Weniger dicht. Ich musste nicht mehr ständig irgendwohin, um das Gefühl zu haben, dass mein Tag „gefüllt“ ist. Ich konnte einfach da sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spaziergänge sind keine geplanten Aktivitäten mehr, sondern Teil des Alltags. Die Natur beginnt nicht erst nach einer Fahrt, sondern direkt vor der Tür. Und mit ihr kommt etwas, das ich lange unterschätzt habe: Ruhe im Kopf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es Dinge, die fehlen. Die Spontanität der Stadt. Die unmittelbare Nähe zu allem. Dieses Gefühl, jederzeit mittendrin sein zu können. Aber gleichzeitig ist anderes entstanden. Mehr Tiefe statt mehr Auswahl. Mehr echte Momente statt mehr Möglichkeiten. Und je bewusster ich darauf schaue, desto klarer wird: Es ist kein Weniger, es ist ein Anders.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Loslassen und Ankommen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem wäre es gelogen zu sagen, dass alles sofort leicht war. Jede Veränderung bringt auch Unsicherheit mit sich. Man lässt etwas zurück und weiß noch nicht genau, was man dafür bekommt. Wenn ich in die Ecke meiner alten Wohnung komme, ist da auch immer noch etwas Schmerz, Wehmut, vielleicht sogar Trauer. Denn der Umzug war auch ein Abschied von einem Lebensgefühl, von einer Version meines Lebens, die lange gut gepasst hat. Von vielen Erlebnissen, die guten wie auch die schlechten. Und vielleicht auch ein kleines Stück Abschied von der eigenen <em>Jugend</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn irgendwo gehört das alles zusammen. Dieses „Ich ziehe jetzt raus aus der Stadt“ ist nicht nur eine Wohnentscheidung. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass sich Prioritäten verschieben. Dass man andere Dinge sucht. Mehr Ruhe statt mehr Trubel. Mehr Tiefe statt mehr Auswahl. Und ja, vielleicht auch die erste bewusste Auseinandersetzung damit, dass wir älter werden. Dass der Körper sich verändert, dass Zeit nicht mehr unendlich wirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber genau darin liegt auch etwas Befreiendes.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vielleicht sind das die besten Jahre</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hätte früher nie gedacht, dass sich diese Phase so anfühlen kann. So klar. So ruhig. So … bei sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die mittleren Jahre haben einen schlechten Ruf. Oft wird von Midlife Crisis gesprochen, von Unsicherheit, von Umbrüchen. Und ja, diese Elemente gibt es. Aber ich sehe darin inzwischen etwas anderes: Eine Freiheit, die man vorher nicht hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil man sich selbst besser kennt. Weil man nicht mehr jedem Trend hinterherläuft. Weil man den Mut hat, Dinge zu verändern. Nicht aus Trotz, sondern aus Klarheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht sind das nicht die Jahre, in denen alles neu beginnt. Aber es sind die Jahre, in denen man bewusster wählt. Und genau das ist doch am Ende ein echtes Privileg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine eigene Antwort</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich heute darüber nachdenke, warum ich diesen Schritt gegangen bin, dann ist die Antwort eigentlich ganz einfach: Weil es sich richtig angefühlt hat.<br>Nicht spektakulär. Nicht besonders mutig. Aber ehrlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe aufgehört, mein Leben danach auszurichten, wie es von außen wirkt und angefangen, mich zu fragen, wie es sich innen anfühlt. Ich habe gelernt, nicht nur auf das zu schauen, was fehlt, sondern auch bewusst wahrzunehmen, was dazugekommen ist. Was leichter geworden ist. Was ruhiger geworden ist. Was echter geworden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und vielleicht ist genau das der Kern von allem. Der Umzug an den Stadtrand war kein Rückzug oder Rückschritt. Er war ein Schritt näher zu mir selbst. Und auch wenn er von außen für manche wie ein „Weniger“ aussieht – für mich ist er ganz klar ein Mehr.</p>
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		<title>Alle schreiben Newsletter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 15:42:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle schreiben jetzt Newsletter. Und ich lese die auch gerne von den Leuten, die ich abonniert habe. Ich mag keinen Newsletter schreiben. Aber ich mag bloggen, wie bereits mehrfach erwähnt. Der Vorteil von einem Newsletter ist, dass er regelmäßig erscheint.... <p><a class="more-link" href="https://melanie.fyi/2026/alle-schreiben-newsletter/"> Weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Alle schreiben jetzt Newsletter. Und ich lese die auch gerne von den Leuten, die ich abonniert habe. Ich mag keinen Newsletter schreiben. Aber ich mag bloggen, wie bereits mehrfach erwähnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorteil von einem Newsletter ist, dass er regelmäßig erscheint. Der Vorteil eines Blogs ist, dass man ständig schreiben kann &#8230; oder auch nicht. Das ist der Nachteil. Also kam ich auf die grandiose Idee: Wieso nicht beides zusammenführen und aus diesem Blog auch sowas wie einen Newsletter zu machen? Mindblowing, Leute!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was heißt das jetzt genau?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für euch heißt das: Ihr könnt dieses Blog ab sofort abonnieren. Dafür müsst ihr einmal kurz einen Kommentar schreiben und die Checkbox darunter anhaken: <code>Benachrichtige mich über neue Beiträge via E-Mail.</code> Oder ihr lasst das mit dem Kommentar und packt eure E-Mailadresse einfach in diese schicke Box am Ende dieses Beitrags:</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Für mich heißt das, das wird jetzt ein kleine Challenge. Denn ich denke mir jetzt verschiedene Themen aus, zu denen ich was schreiben will und ich veröffentliche 1x pro Woche einen Beitrag. Das hilft mir, wieder ins Schreiben zu kommen und ihr bekommt Unterhaltung. Hoffe ich zumindest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also. Legen wir los!</p>
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		<title>Mein Leben ist langweilig …</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 16:25:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich kann nicht genau sagen, wann sich etwas verändert hat. Es war kein plötzlicher Wendepunkt, kein großes Aha-Erlebnis. Eher ein leises Umdenken, das sich langsam eingeschlichen hat. Vielleicht begann es an einem dieser Spaziergänge.<p><a class="more-link" href="https://melanie.fyi/2026/mein-leben-ist-langweilig/"> Weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">… und das finde ich ganz zauberhaft. Aber da gibt es diese eine Frage, die hin und wieder alles ins Wanken bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen einen Moment in fast jedem Gespräch. Er kommt leise, fast beiläufig – und trifft mich doch jedes Mal ein kleines bisschen. Ich sitze mit Freunden zusammen, wir trinken Kaffee oder ein Glas Wein, und sie erzählen von ihrem Leben. Von Wochenenden, die sich anfühlen wie kleine Filme. Von neuen Restaurants, spontanen Städtetrips, langen Nächten, besonderen Begegnungen. Ihre Geschichten sind bunt, lebendig, manchmal laut. Und ich höre ihnen wirklich gerne zu, mag ihre Energie, ihre Begeisterung, dieses Funkeln in den Augen, wenn sie von etwas erzählen, das sie berührt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann kommt sie. Diese eine Frage: <em>„Und du? Was hast du so gemacht?“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kurzer Moment der Stille. Ich lächle und denke: nichts Besonderes. Früher hat sich genau dieser Moment unangenehm angefühlt, fast so, als müsste ich jetzt etwas liefern. Eine Geschichte, die mithalten kann. Etwas, das interessant genug ist, um erzählt zu werden. Aber da war oft … nichts. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein fancy Restaurant, kein perfekt inszenierter Brunch mit instagrammable Kaffee, kein aufregender Ausflug, der sich in ein paar Slides pressen lässt. Stattdessen habe ich ausgeschlafen, gelesen, eine Serie geschaut, bin spazieren gegangen – durch den Wald, die Heide oder das Moor. Manchmal habe ich einfach nur gesessen, geschaut, geatmet.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="3888" height="5184" data-attachment-id="155" data-permalink="https://melanie.fyi/2026/mein-leben-ist-langweilig/20250819-p8190048/" data-orig-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250819-P8190048.jpg?fit=3888%2C5184&amp;ssl=1" data-orig-size="3888,5184" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;OM-5MarkII&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1755587707&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;34&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;640&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.00025&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="20250819-P8190048" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250819-P8190048.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1" data-id="155" src="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250819-P8190048.jpg?resize=3888%2C5184&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-155"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="3888" height="5184" data-attachment-id="159" data-permalink="https://melanie.fyi/2026/mein-leben-ist-langweilig/20250820-p8200128-2/" data-orig-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250820-P8200128-2.jpg?fit=3888%2C5184&amp;ssl=1" data-orig-size="3888,5184" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;OM-5MarkII&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1755713687&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;40&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;640&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.00625&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="20250820-P8200128-2" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250820-P8200128-2.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1" data-id="159" src="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250820-P8200128-2.jpg?resize=3888%2C5184&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-159"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="3888" height="5184" data-attachment-id="158" data-permalink="https://melanie.fyi/2026/mein-leben-ist-langweilig/20250819-p8190070/" data-orig-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250819-P8190070.jpg?fit=3888%2C5184&amp;ssl=1" data-orig-size="3888,5184" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;OM-5MarkII&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1755587916&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;40&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;640&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.000625&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="20250819-P8190070" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250819-P8190070.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1" data-id="158" src="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2026/04/20250819-P8190070.jpg?resize=3888%2C5184&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-158"/></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Und ich habe mich gefragt: Reicht das? Bin ich langweilig? Verpasse ich etwas?</p>



<span id="more-136"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Die leise Angst, nicht <em>genug</em> zu leben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Fragen entstehen nicht einfach so. Sie wachsen in einer Welt, die ständig in Bewegung ist, in der Erlebnisse sichtbar gemacht werden – kuratiert, gefiltert, geteilt. Es entsteht schnell das Gefühl, dass Leben dann besonders wertvoll ist, wenn es auch besonders aussieht. Wenn es laut ist, schnell, abwechslungsreich und vor allem erzählbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Leben fühlte sich lange wie das Gegenteil an. Ruhig, wiederholend, unaufgeregt. Fast so, als würde ich am Rand stehen und anderen dabei zusehen, wie sie <em>richtig</em> leben. Und irgendwo tief drin saß diese leise Angst, nicht genug aus meinem Leben zu machen. Nicht genug zu erleben. Nicht genug zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich dabei ertappt, mein eigenes Leben durch die Linse der anderen zu betrachten, als wäre es ein Vergleich, den ich verlieren könnte. Und je mehr ich verglichen habe, desto kleiner wirkte das, was ich hatte – obwohl es sich eigentlich gut angefühlt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Moment, in dem sich etwas verschiebt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann nicht genau sagen, wann sich etwas verändert hat. Es war kein plötzlicher Wendepunkt, kein großes Aha-Erlebnis. Eher ein leises Umdenken, das sich langsam eingeschlichen hat. Vielleicht begann es an einem dieser Spaziergänge. Es war kühl, die Luft klar, der Boden weich unter meinen Füßen. Ich blieb stehen, einfach so, ohne Ziel. Und plötzlich war da dieses Gefühl: Ich bin genau richtig hier.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a13f98c44754&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a13f98c44754" class="alignright size-large is-resized wp-lightbox-container"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-attachment-id="16" data-permalink="https://melanie.fyi/2025/3-tage-stuttgart/ausflug-8140692/" data-orig-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2025/08/ausflug-8140692.jpg?fit=900%2C1200&amp;ssl=1" data-orig-size="900,1200" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;FOTOGRAFIE melaniejoos&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="ausflug-8140692" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2025/08/ausflug-8140692.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2025/08/ausflug-8140692.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16" style="width:377px;height:auto" srcset="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2025/08/ausflug-8140692.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2025/08/ausflug-8140692.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2025/08/ausflug-8140692.jpg?w=900&amp;ssl=1 900w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><button
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</div>


<p class="wp-block-paragraph">Kein Drang, woanders zu sein. Kein inneres Ziehen, das mir sagt, ich müsste mehr erleben, mehr sehen, mehr tun. Nur dieser Moment, still und vollständig. Und zum ersten Mal kam mir der Gedanke: Vielleicht ist mein Leben nicht langweilig. Vielleicht ist es einfach ruhig. Und vielleicht ist genau das etwas sehr Wertvolles.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seitdem hat sich mein Blick verändert. Ich sehe nicht mehr nur das, was fehlt, sondern das, was da ist. Die erste Tasse Kaffee am Morgen, wenn die Welt noch leise ist. Das Rascheln der Blätter und der Gesang der Vögel bei einem Spaziergang im Wald. Das Gefühl, in einem Buch zu versinken oder sich auf dem Sofa in eine Geschichte zu verlieren. Ein verregneter Samstag, an dem nichts passiert – und genau darin seine Schönheit liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sind keine großen Geschichten. Aber sie sind echt. Und sie gehören mir.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weniger als Mangel – oder mehr als Entscheidung?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, wir verwechseln oft ein ruhiges Leben mit einem leeren Leben. Mein Leben ist nicht leer. Es ist nur nicht ständig gefüllt mit Dingen, die nach außen sichtbar sind. Es passiert viel – nur eben innen. Gedanken, Gefühle, Reflexion. Ein anderes Tempo, das weniger Raum für Ablenkung lässt, aber mehr Raum für Wahrnehmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir leben in einer Zeit, in der mehr fast immer als besser gilt. Mehr erleben, mehr sehen, mehr ausprobieren, mehr teilen. Stillstand wirkt schnell wie Rückschritt. Aber ich habe für mich gemerkt, dass dieses Mehr mich nicht automatisch erfüllt. Im Gegenteil: Es hat mich manchmal eher von mir selbst entfernt. Ich habe Dinge gemacht, weil ich dachte, ich sollte, nicht, weil ich sie wirklich wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst als ich angefangen habe, mich davon zu lösen, wurde es ruhiger in mir. Der Umzug an den Stadtrand, näher an die Natur, hat diesen Prozess verstärkt. Plötzlich war da mehr Raum, mehr Stille, mehr Abstand. Und mit diesem Abstand kam Klarheit. Ich musste nicht mehr ständig irgendwohin, um das Gefühl zu haben, dass mein Tag zählt. Ich konnte einfach da sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe begonnen, meine Tage weniger zu planen und mehr zu spüren. Mich zu fragen, was ich wirklich brauche und nicht, was ich tun sollte. Oft war die Antwort überraschend simpel: Ruhe, Zeit, nichts. Und genau darin lag plötzlich kein Mangel mehr, sondern eine bewusste Entscheidung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mein Leben, in meinem Tempo</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute fühlt sich vieles oft leichter an. Ich brauche nicht mehr das Gefühl, ständig beschäftigt zu sein, um mich wertvoll zu fühlen. Ich muss mein Wochenende nicht „füllen“, damit es sich gelungen anfühlt. Die stillen Tage sind nicht mehr die, die ich rechtfertigen muss – sondern die, die ich am meisten schätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich versuche, mein Leben weniger mit dem anderer zu vergleichen. Nicht, weil ihr Leben weniger wert wäre, sondern weil es einfach anders ist. Wir haben unterschiedliche Bedürfnisse, unterschiedliche Rhythmen, unterschiedliche Wege. Was für den einen aufregend und erfüllend ist, kann für den anderen anstrengend sein unnd umgekehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn mich heute jemand fragt: <em>„Was hast du gemacht?“</em>, dann sage ich nicht mehr <em>„Nichts“</em>. Ich sage: <em>„Ich hatte ein ruhiges Wochenende.“</em> Oder: <em>„Ich war viel draußen.“</em> Oder einfach: <em>„Ich habe mir Zeit für mich genommen.“</em> Und das fühlt sich nicht mehr wie eine Ausrede an, sondern wie eine Entscheidung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Welt, die immer schneller wird, ist Ruhe zu einem echten Luxus geworden. Und vielleicht ist dieses <em>langweilige</em> Leben, das ich früher hinterfragt habe, genau das, wonach viele suchen. Nicht laut, nicht spektakulär, nicht perfekt, aber ehrlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist es gar nicht langweilig. Vielleicht ist es Frieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn du dich manchmal fragst, ob dein Leben aufregend genug ist, ob du genug erlebst oder ob du etwas verpasst, dann möchte ich dir sagen: Du darfst dein eigenes Tempo haben. Du darfst dich für ein Leben entscheiden, das sich für dich gut anfühlt – auch wenn es nach außen unspektakulär wirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Leben ist langweilig. Und ich würde es gerade gegen nichts eintauschen.</p>
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		<title>Was war los gewesen, oder: Warum ich jetzt Content Creatorin werde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 16:41:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://melanie.fyi/?p=104</guid>

					<description><![CDATA[Die Zeit rast. Es ist bereits Mitte März und viel geschrieben habe ich hier ja nicht. Dafür viel vor. Eine Sache, die ich gerne wieder möchte, ist, eine Online-Community. Ich hab das früher geliebt, als das alles noch auf Twitter... <p><a class="more-link" href="https://melanie.fyi/2026/was-war-los-gewesen-oder-warum-ich-jetzt-content-creatorin-werde/"> Weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Zeit rast. Es ist bereits Mitte März und viel geschrieben habe ich hier ja nicht. Dafür viel vor. Eine Sache, die ich gerne wieder möchte, ist, eine Online-Community. Ich hab das früher geliebt, als das alles noch auf Twitter statt fand. Darüber und über das Bloggen habe ich so viele tolle Menschen kennengelernt, die teilweise auch heute noch, viele Jahre später, Teil meines Lebens sind und die ich nicht mehr missen möchte. Die Zeit war jedoch eine völlig andere.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was fehlt mir?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mag Instagram. Ich bin damit im Internet groß geworden, kenne es fast von Anfang an und ich mag mich nicht mit was anderem anfreunden. Es ist einfach auf eine Art mein Heimathafen. So, wie es das Bloggen eben auch ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Instagram hat sich jedoch verändert. Mir wurde es mit der Zeit zu laut. Die polarisierend. So ein bisschen B*LD-Zeitungsmäßig. Aber: Das liegt auch mit an mir selbst. Man kann jetzt von dem intransparenten Algorithmus halten, was man mag. Ich habe jedoch schon festgestellt, dass ich mit dem, was ich konsumiere und teile dazu beitragen kann, was ich tagtäglich sehe und konsumieren kann. Mit meinem neuen Account wollte ich mir wieder eine kleine Wohlfühlbubble erschaffen. Es soll ein Ort sein, an dem ich mit wohl und zuhause fühle. Muckelig und gemütlich soll es sein. Das ist das eine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das andere ist, dass ich Interessen habe. Und natürlich auch Accounts suche, mit denen ich mich identizieren kann. Die mich inspirieren in einem Rahmen, der nicht unerreichbar ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich <strong>gesucht</strong> habe:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Frauen in meinem Alter</li>



<li>DIY / Interior in Mietwohnungen</li>



<li>Festanstellung</li>



<li>nettes Leben und schöne Partnerschaft ohne Kinder</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich <strong>gefunden</strong> habe:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Schwangere / Eltern <em>(→ Nur das macht dich glücklich!)</em></li>



<li>Hausbau / Hauskauf / Eigenheim <em>(→ Nur das macht dich glücklich!)</em></li>



<li>Vanlife <em>(→ Nur das macht dich glücklich!)</em></li>



<li>Zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten / Einkommen <em>(→ Nur das macht dich glücklich!)</em></li>



<li>Travel Influencer <em>(→ Nur das macht dich glücklich!)</em></li>



<li>Sport Sport Sport <em>(→ Nur das macht dich glücklich!)</em></li>



<li>BLOSS NIEMALS EVER KINDER!!111!! <em>(→ Nur das macht dich glücklich!)</em></li>



<li>Optimiere dich unbedingt jeden Tag andauernd selbst. <em>(→ Nur das macht dich glücklich!)</em></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Aber: nichts davon in der jeweiligen Ausprägung macht mich persönlich glücklich. Tatsächlich suchte ich allen voran User und Accounts, die keine Kinder haben. Nicht, weil ich das nicht mag, sondern weil es nicht meine Lebenswelt ist. Ich suche allerdings auch keine User und Accounts, bei denen keine Kinder zu haben im Vordergrund steht. Ich suche etwas dazwischen. Das Thema darf eine Rolle spielen, aber gerne unaufgeregter. Es soll zeigen: <em>Es ist ok, dass du dich nie bewusst gegen Kinder entschieden hast, sondern dass es sich einfach nicht ergeben hat. Und auch dass es sich nicht ergeben hat und du trotzdem nicht unzufrieden bist, ist völlig in Ordnung.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Und nun? Nehmen wir die Dinge selbst in die Hand</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tja. Aus diesem Need entsteht nun mein Plan für mein neues Instagram-Profil. Von meinem alten Profil auf Instagram verabschiede ich mich immer mehr. Damit habe ich bereits vergangenes Jahr begonnen. Ich will was neues, mich neu erfinden, anders zeigen. Inspiriert durch einen Freund habe ich mich in Dinge eingearbeitet und einen ersten zaghaften Versuch unternommen. Namen sind entstanden und wieder verworfen worden. Themen sind entstanden, haben sich aber noch nicht rund angefühlt. Equipment wurde gekauft (selbstverständlich!!!), aber nicht genutzt. Doch alles baut aufeinander auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem ich im Dezember bei meiner jährlichen Reflektion feststellte: Ja, ich will das wirklich, aber dazu gehört eben auch Arbeit und leider auch raus aus der Komfortzone, habe ich mich in den vergangenen Wochen (bedingt dadurch, dass ich den halben Februar krankgeschrieben war) mal wieder intensiver mit allem beschäftigt. Gelesen. Recherchiert. YouTube-Videos geschaut. Equipment gekauft (natürlich!!!). Und einen Plan entwickelt. Ich glaube, ich habe jetzt eine gute Idee davon, was meine Themen sein können. Wofür ich stehen kann. Was mich beschäftigt, und was ich teilen möchte. Eben auch aus meinem eigenen Bedarf heraus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Let the Content Creator Reise begin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde nun also wohl Content Creatorin werden, wie man das heute nennt. Muckelig soll es werden und entspannt. Ein persönlicher Slow-Living-Account über Natur, Fotografie, Hundeleben und bewusstes Leben am Stadtrand. Ein gutes Leben muss nicht laut, schnell, nach gesellschaftlichem Drehbuch oder Erwartungen von außen verlaufen. Es wird dadurch ein gutes Leben, indem man seinen eigenen Rhythmus findet. Denn Lebenswege entwickeln sich nicht immer nach Plan, das weiß ich aus eigener Erfahrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder einfacher:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du darfst dein Leben in deinem eigenen Tempo leben – auch wenn es anders verläuft als gedacht.</p>
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		<title>Writers &#038; Thinkers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 08:06:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich will wieder mehr schreiben (und vielleicht auch veröffentlichen). Und wie macht man das am Besten? Genau. Indem man mehr schreibt (und mehr veröffentlicht). Mir hilft schreiben ungemeint, meine Gedanken zu strukturieren. Auch wenn es beim Schreiben oft erstmal unstrukturiert... <p><a class="more-link" href="https://melanie.fyi/2026/writers-thinkers/"> Weiterlesen</a></p>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich will wieder mehr schreiben (und vielleicht auch veröffentlichen). Und wie macht man das am Besten? Genau. Indem man mehr schreibt (und mehr veröffentlicht).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir hilft schreiben ungemeint, meine Gedanken zu strukturieren. Auch wenn es beim Schreiben oft erstmal unstrukturiert ist. Und das ist gut so. Das wird so bleiben. Wer sich daran stört, soll weiterziehen. Ich werde dafür ja nicht bezahlt und ihr zahlt eh nichts. Außer natürlich mit eurer kostbarsten Währung: Zeit. Daher solltet ihr diese auch sehr achtsam und sinnvoll nutzen. Wenn euch was nicht gefällt, weiterziehen. Nicht aufregen. Keine bösen Worte verlieren. Das kostet euch und alle anderen nur unnötig Zeit. Wir sollten unsere Zeit mit schönen Dingen verbringen und die schlechten, die wir nicht in unserem Leben haben müssen, die wir kontrollieren können, gehen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Entwürfe-Ordner ist voll mit angerissenen Themen, über die ich gerne <s>schreiben möchte</s>. Nein. Anders. Über die ich gerne nachdenken möchte. Und damit wieder zurück zum Anfang: Schreiben hilft mir, meine Gedanken zu strukturieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Plan ist also, in nächster Zeit nach und nach die Themen zu bearbeiten. Das wird gut! Denn 2026 steht für zwei große Sachen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Alltag romantisieren und Freude in Kleinigkeiten sehen</li>



<li>Einfach mal machen. Wird gut.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Los geht die wilde Fahrt! Bist du dabei?</p>
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		<title>Neuanfänge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 09:21:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich denke in letzter Zeit oft an meine frühe Internetzeit zurück. An lange Livejournal-Nächte, an das Tagebuch schreiben mit Freunden, an die Leichtigkeit, mit der ich damals Gedanken ins Internet geschrieben habe. Irgendwann nach dem Abitur, mitten in irgendeiner späten... <p><a class="more-link" href="https://melanie.fyi/2025/neuanfaenge/"> Weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich denke in letzter Zeit oft an meine frühe Internetzeit zurück.  An lange Livejournal-Nächte, an das Tagebuch schreiben mit <em>Freunden</em>, an die Leichtigkeit, mit der ich damals Gedanken ins Internet geschrieben habe. Irgendwann nach dem Abitur, mitten in irgendeiner späten Nacht, habe ich zum x-ten Mal WordPress installiert — und plötzlich blieb ein Blog. Mein Blog. Dieser Blog.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich vermisse diese Zeit sehr. Sie fühlt sich heute an wie ein warmer Rückzugsort. Leicht, unaufgeregt, irgendwie geborgen. Einfach bloggen, ohne darüber nachzudenken, wie es ankommt, wer es finden könnte oder ob es jemand „liken“ würde. SEO war kein Thema. Reichweite war kein Ziel. Und doch war da dieses kleine, freudige Aufleuchten, wenn sich jemand verirrte, las, kommentierte.<br>Nach und nach fand man andere Blogs, entstanden Gemeinschaften, kleine Inseln im Netz, auf denen man teilte, was einen beschäftigte. Man kommentierte gegenseitig, wurde ein Stück weit Teil im Leben anderer. Und ich vermisse genau das: <strong>dieses kleine, unperfekte Miteinander.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Später wurde alles professioneller. Blogs wirkten plötzlich sperrig, Instagram war dagegen leicht und alles hat sich allmählich dahin verschoben: ein Foto, ein Filter drüber (es gab nur wenige, daher musste man sich damit nicht lange aufhalten), ein paar Worte und fertig. Ein kleines visuelles Tagebuch. Ein Austausch, der direkt passierte. Keine Hashtags, keine Storys, keine Strategie. Einfach Alltag im Quadratformat. Es gab keine Business-Accounts, die dir was verkaufen wollten, oder Influencer, die <em>Content produzieren</em> müssen, um ihre Reichweite und somit die Preise für die Kooperationspartner hoch zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vieles ist durchprofessionalisiert, glatt, auf Reichweite optimiert. Und Texte gehen fast unter — es wird geswipt, geliked, weiter.<br>Ich gönne jedem den Erfolg, wirklich. Aber meine kleine Gemeinschaft von früher … sie fehlt mir. Die digitalen Räume, in denen man einfach war und schrieb und sich gegenseitig auffing.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich merke aber auch, wie mich mein Perfektionsdenken bremst. Es schützt mich, klar — davor, bewertet oder missverstanden zu werden, davor, etwas zu teilen, das jemand seltsam findet.<br>Aber gleichzeitig hindert es mich daran, genau das wieder zu erleben, wonach ich mich sehne: ein Schreiben, das sich befreiend anfühlt. Ein Ort, der leicht ist. Eine kleine Gemeinschaft, die sich warm und vertraut anfühlt, selbst wenn man sich nie begegnet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab dem Internet, Blogs und dem Twitter von früher sehr viel zu verdanken (an anderer Stelle dazu vielleicht mal mehr) und irgendwie mag ich das wieder zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann kommt allmählich der Gedanke zutage, dass ich vielleicht aufhören sollte, zu jammern und sentimental zu sein, und einfach ins Tun kommen darf. Kein Vorsatz, eher ein leises Ziel: weniger konsumieren, mehr produzieren. Und die Erkenntnis: Wenn ich mir etwas anders wünsche, kann ich direkt bei mir anfangen. Vielleicht bin ich der erste kleine Kieselstein, der Dinge ins Rollen bringt. Und wenn wir dem Gesetz der Anziehung auch nur ein bisschen Glauben schenken wollen, dann ziehe ich dadurch vielleicht genau das an, was ich mir wünsche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Sinne: Let’s try this!</p>
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		<title>Umzug in ein neues Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2025 16:46:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute vor einem Jahr war der Tag der Schlüsselübergabe unserer neuen Wohnung. Meine erste Wohnung überhaupt, bei der das offiziell von statten ging. Alle Wohnungen vorher waren WGs und aus meiner letzten WG wurde dann meine erste eigene Wohnung. Jedenfalls... <p><a class="more-link" href="https://melanie.fyi/2025/umzug-in-ein-neues-leben/"> Weiterlesen</a></p>]]></description>
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<div class="wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-4fc3f8e1 wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph">Heute vor einem Jahr war der Tag der Schlüsselübergabe unserer neuen Wohnung. Meine erste Wohnung überhaupt, bei der das offiziell von statten ging.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Wohnungen vorher waren WGs und aus meiner letzten WG wurde dann meine erste eigene Wohnung. Jedenfalls war das ein sehr aufregender Tag vor einem Jahr.</p>
</div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="360" height="480" data-attachment-id="58" data-permalink="https://melanie.fyi/2025/umzug-in-ein-neues-leben/5972fe74-807b-4515-96ee-fa7a5567f7bd_4_5005_c/" data-orig-file="https://i0.wp.com/melanie.fyi/wp-content/uploads/2025/12/5972FE74-807B-4515-96EE-FA7A5567F7BD_4_5005_c.jpeg?fit=360%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="360,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="5972FE74-807B-4515-96EE-FA7A5567F7BD_4_5005_c" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Schlüsselübergabe in der neuen Wohnung&lt;/p&gt;
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</div>


<p class="wp-block-paragraph">Die neue Wohnung das erste Mal vollständig leer sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schlüssel ausgehändigt bekommen und zu wissen: Hier kommt jetzt niemand mehr einfach so rein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der Hausmeister gegangen war und wir so alleine mit dem Schlüssel in der Hand mit einem Sekt auf die neue Zukunft anstießen, realisiert man so allmählich:<em> Krass, das wird jetzt alles anders. Und diese wunderschöne Wohnung ist jetzt unsere. Hier werden wir wohnen.</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war alles ganz schön surreal. Aber der Umzug stand mir noch bevor. Sowie die Übergabe meiner alten Wohnung. Ganz ehrlich? Ich zieh erstmal nicht mehr um. Das, was so hauptsächlich dazu gehört, das hat mir so gar keine Freude bereitet.</p>
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		<title>3 Tage Stuttgart</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2025 16:19:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[Vergangene Woche hatte ich das Vergnügen, meine neuen Arbeitskollegen und -kolleginnen nach 8 Monaten Zusammenarbeit endlich persönlich kennenzulernen. Dafür ging ist vom Stadtrand Hamburgs mit einer mittellangen Bahnfahrt nach Stuttgart. Am Abend des ersten Tages ging ich mit einem Kollegen... <p><a class="more-link" href="https://melanie.fyi/2025/3-tage-stuttgart/"> Weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Vergangene Woche hatte ich das Vergnügen, meine neuen Arbeitskollegen und -kolleginnen nach 8 Monaten Zusammenarbeit endlich persönlich kennenzulernen. Dafür ging ist vom Stadtrand Hamburgs mit einer mittellangen Bahnfahrt nach Stuttgart. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend des ersten Tages ging ich mit einem Kollegen gemeinsam Abendessen und die Stadt ein bisschen erkunden. Es war ein wunderschöner Sommerabend und die Stuttgarter verbrachten ihn außerhalb ihrer 4 Wände auf den Straßen und den diversen Gastronomien. Dabei fiel mir wieder die angenehme Biergartenkultur Süddeutschlands auf, die ich in Hamburg schmerzlich vermisse. Man findet einen Platz, bekommt draußen was zu essen und mehrere Restaurants und Gaststätten teilen sich einen Platz. Kein Verkehr in der Innenstadt und somit ruhiges umherstreifen absolut entspannt möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite und der eigentliche Haupttag war schon etwas wilder und zeigte mehr Großstadtvibes. Laut. Viel Verkehr. Lange Strecken. Hitzewelle. Ein schöner Ausblick aus dem neuen Büro auf die Weinberge (überhaupt mal wieder Berge und nicht nur Flachland, wie aufregend). Danach feiern und eine gute Zeit haben auf einem stillgelegten Schiff. Es hätte besser nicht sein können. Stunden später ging es dann mit dem Taxi wieder zurück ins Hotel und am nächsten morgen wieder mit dem Zug quer durch Deutschland zurück nach Hause.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn ich diesen Ausflug sehr schön fand, fand ich es noch schöner, wieder zurück in mein neues kleines Quartier am Stadtrand zu kommen. Diese Ruhe, der Platz, die Natur ringsum – das gefällt mir alles schon sehr gut für den Alltag. Hier komme ich runter. Hier kann ich durchatmen und entspannen.</p>
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