Ich sag’s direkt: Ich hoffe, ihr hattet eine ruhigere Woche als die, die hinter mir liegt. Meine hatte eine emotionale Achterbahn für mich vorbereitet und mich mit Dingen konfrontiert, die ich zum ersten Mal erlebt habe. Aber zurück auf Anfang.

Umweltfotofestival Zingst

Das letzte Wochenende verbrachten wir in Zingst beim Umweltfotofestival. Ein ausführlicher Bericht erfolgt noch gesondert, aber so viel sei bereits jetzt gesagt: Es war mein erstes und sicher nicht mein letztes Mal. Der Termin nächstes Jahr ist bereits in meinem Kalender notiert und ich kann das jedem nur empfehlen.

Besonders war vor allem auch, dass ich dank Wettervorhersage auf Regen eingestellt war. Ich hab also alles eingepackt, was mich 14 Jahre leben in Norddeutschland gelehrt haben: Regenmantel. Sonnenbrille. Regenschirm. Mütze. Schal. Zwiebelkleidung.

Was ich nicht gebraucht habe: Regenmantel. Regenschirm. Mütze. Schal. Zwiebelkleidung.
Was ich benötigt hätte: Sonnencreme. Davon lag jede Menge zuhause. Aber: Sonnenbrand ist mein größter Endgegner (eurer übrigens auch!), also hab ich die 4. Tube für dieses Jahr gekauft. Ich bin mir sicher: Aufbrauchen werde ich das Zeug eh. Der Portugal-Urlaub steht demnächst ja auch noch an und ich bin ein Fan von intensivem eincremen. Was ich nämlich gar nicht bekommen möchte: Hautkrebs.

Aber ich schweife ab. Noch ein kleiner Spoiler: Im Zuge dieses Festival-Ausflugs habe ich mir wohl gedacht, die photocademy mal wieder aus der Versenkung hervorzuholen. Ich hab Ideen. Vielleicht versacken die auch wieder. Wie das ja immer so ist: man kommt motiviert nach Hause und dann schlagen doch wieder der Alltag und die begrenzte Zeit zu.

Berufliche Herausforderung

Die Tage in Zingst haben mich zumindest davon abgelenkt, was mir in meiner beruflichen Position in der Folgewoche (also vergangene Woche) bevor stand: schwierige Gespräche und Entscheidungen. Es ist erstaunlich, wie wenig manche Menschen von Regeln halten und wie uneinsichtig sie sind und dann doch wieder die gleichen Fehler machen. Vertrauen ist nun einmal wichtig und so kam es, wie es kommen musste und man trennte sich. Und ich kann Trennungen gar nicht gut. Alles in allem hat sich aber im Nachgang gezeigt: Das war zwar schwierig und anstrengend, aber die richtige Entscheidung. Das positive daran, was ich rausziehen kann: Der Prozess hat mir „gut gefallen“. Es war von vorne bis hinten offen, empathisch, menschlich, nicht vorschnell, aber doch konsequent. Ich bin in der richtigen Firma gelandet.

Finding Vivian Maier & Bildbände

Late to the party, aber ich hab mir endlich mal die Doku zu Vivian Maier angeschaut. Faszinierend. Auch viele Jahre später noch. Auch das hat mir wieder einen Motivationsschub gegeben. Wie gut einfach ihre Streetportraits sind. Man sollte wieder mehr Street fotografieren. So richtig. Spontan. Im Moment. Ungestellt. Ich kann mich noch nicht so ganz entscheiden, aber einer der Bildbände wird hier auf jeden Fall irgendwann einziehen. Kauft mehr Bildbände!

Apropos: Ich hab mir auch einen neuen Bildband bestellt. ikigai von Nina Papiorek auf Empfehlung von Frank Fischer. Ich freu mich schon sehr darauf, den durchzublättern.

Terrassenupdate

Auf der Dachterrasse blüht und gedeiht alles. Das Heckenprojekt (Liguster in tiefen Blumenkästen als Sicht- und Windschutz) sprießt auch fröhlich vor sich hin und beherbergt bereits die ersten Bewohner. Ich habe diese Woche einen Marienkäfer entdeckt und der ist sehr willkommen, haben wohl Blattläuse Besitz von meinem Hornklee ergriffen. Lass es dir schmecken, kleines Ding.

Ich habe versucht, Fotos zu machen, bin aber mit der Naheinstellgrenze meiner Objektive (und am Wind, danke Hamburg und 4. Stock!) kläglich gescheitert. Was bedeutet das? Natürlich! Ein Makro-Objektiv muss her. Ist ja nicht so, dass ich bereits seit einiger Zeit eine Suche bei Kleinanzeigen dafür laufen habe. Letztens musste ich mich jedoch entscheiden, ob mir das Makro wichtiger ist, oder das 8-25mm f.4.0, das es in einer Cashback-Aktion günstiger gab. Und da im Oktober noch Fotoworkshop in der Steiermark geplant ist wurde es erstmal das Weitwinkel. Erwachsenengeld. So toll.

Portfolio

Vor Jahren hatte ich mal eine Website mit Fotos, die ich gemacht habe. Also ein klassisches Portfolio. Nachdem mich WordPress dafür nur angenervt hat, habe ich mal was anderes ausprobiert dafür: Ghost. War damals der Shit bzw. eigentlich nicht. Weil komplett neu. Ich kam gut damit klar und fand mein Portfolio schick.

Nur hab ich es dann irgendwann versäumt, Updates zu machen und mich drum zu kümmern. Dann wurde irgendwas gehackt und Malware reingestreut, mein Hoster hat erstmal alles vom Netz genommen und ich danach gar keine Lust mehr gehabt, das irgendwie alles wieder mühselig zusammen zu klicken und zu installieren, nachdem die verseuchten Dateien entfernt waren. Seither sieht man also unter der Domain: nichts.

Screenshot Adobe Portfolio

Ich hätte aber gerne wieder ein Portfolio. Auch für mich so als kleine Anlaufstelle mit den besten Bildern von mir. Das hat mir früher immer Motivation gegeben, wenn ich ein Tief hatte und dachte: Ich kann das ja gar nicht. Meine Bilder dann zu sehen und zu denken: Hmm. Die sind schon irgendwie gut. Aber hab ich Bock, mich wieder mit irgendwas komplexem auseinander zu setzen? Nee. Also bin ich wieder über Adobe Portfolio gestolpert. Ich zahl doch eh für das Foto-Abo, warum also nicht das auch noch nutzen? Aktuell arbeite ich mich da also etwas rein und find’s ganz gut.

Ausblick

Heute abend bin ich mit einer Freundin zum Acryl malen hier um die Ecke auf einem Landhof verabredet. Weiter kreativ sein. Mal sehen, mit was ich da nach Hause komme. Dann noch ein bisschen das kühlere Wetter genießen, denn nächste Woche sind direkt mal wieder um die 30 Grad angesagt. Mag ich gar nicht. Müssen wir aber durch.

Achja. Und ich habe mir vorgenommen, meine Kamera wieder öfter dabei zu haben. Eine Sache, die sich zu damals verändert hat ist, dass ich sie eben nicht mehr andauernd dabei habe. Schnappschüsse sind also nicht mehr so einfach drin. Logischerweise. So, wie dieser hier zum Beispiel. In der Bahn. Mit dem iPhone aufgenommen.

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